Inhaltsverzeichnis
ToggleVorstellungsgespräch meistern
Psychologische Tricks und typische Fallstricke

Vorbereitung: Der Grundstein für Ihren Erfolg
Ein Vorstellungsgespräch ist keine Einbahnstraße. Es geht nicht nur darum, dass der Arbeitgeber Sie prüft, sondern auch umgekehrt. Sehen Sie das Gespräch als Chance, das Unternehmen kennenzulernen und herauszufinden, ob es zu Ihnen passt.
Recherche ist das A und O
Informieren Sie sich gründlich über das Unternehmen, seine Werte, Produkte und Dienstleistungen. Besuchen Sie die Unternehmenswebsite, recherchieren Sie News und schauen Sie sich die Profile der Mitarbeiter auf Plattformen wie LinkedIn an. Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie im Gespräch punkten und zeigen, dass Sie echtes Interesse haben.
Die STAR-Methode: Ihr Ass im Ärmel
Die STAR-Methode hilft Ihnen, Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen anhand konkreter Beispiele zu veranschaulichen. STAR steht für:
- Situation: Beschreiben Sie die Situation oder Aufgabe.
- Task: Erläutern Sie Ihre Aufgabe oder Ihr Ziel.
- Action: Schildern Sie Ihre Handlungen und Maßnahmen.
- Result: Präsentieren Sie das Ergebnis und den Erfolg Ihrer Handlungen.
Üben Sie die Beantwortung typischer Fragen mit der STAR-Methode, um im Gespräch souverän und strukturiert zu wirken.
Der Auftritt
Überzeugen mit Körpersprache und Rhetorik
Der erste Eindruck zählt
Pünktlichkeit, ein angemessenes Outfit und ein freundliches Auftreten sind entscheidend für den ersten Eindruck. Achten Sie auf eine offene Körperhaltung, einen festen Händedruck und Blickkontakt.
Positive Körpersprache
Ihre Körpersprache spricht Bände. Sitzen Sie aufrecht, lächeln Sie und signalisieren Sie durch Nicken und Blickkontakt, dass Sie aufmerksam zuhören. Vermeiden Sie verschränkte Arme oder ein nervöses Spielen mit den Händen.
Authentizität und Begeisterung
Verstellen Sie sich nicht! Authentizität und Begeisterung wirken überzeugend. Zeigen Sie Ihr Interesse an der Stelle und am Unternehmen und lassen Sie Ihre Persönlichkeit durchscheinen.
Typische Fallstricke und wie Sie sie vermeiden
Unvorbereitet sein
Nichts ist schlimmer, als unvorbereitet in ein Vorstellungsgespräch zu gehen. Informieren Sie sich gründlich über das Unternehmen und üben Sie die Beantwortung typischer Fragen.
Negativ über den vorherigen Arbeitgeber sprechen
Auch wenn Sie negative Erfahrungen gemacht haben, sollten Sie Ihren vorherigen Arbeitgeber nicht schlechtmachen. Konzentrieren Sie sich auf positive Aspekte und formulieren Sie Ihre Kritik konstruktiv.
Lügen im Lebenslauf
Lügen im Lebenslauf sind ein absolutes No-Go und können im schlimmsten Fall zur Kündigung führen.
Gehaltsverhandlung: Kennen Sie Ihren Wert
Realistische Gehaltsvorstellungen
Informieren Sie sich über die gängigen Gehälter in Ihrer Branche und Position. Formulieren Sie realistische Gehaltsvorstellungen und seien Sie bereit, Ihre Argumente zu begründen.
Verhandlungsgeschick
Eine Gehaltsverhandlung ist kein Kampf. Gehen Sie respektvoll und professionell mit dem Arbeitgeber um und zeigen Sie sich kompromissbereit.
Fragen stellen: Zeigen Sie Ihr Interesse
Stellen Sie am Ende des Gesprächs eigene Fragen. Das zeigt, dass Sie sich mit dem Unternehmen und der Stelle auseinandergesetzt haben. Bereiten Sie vorab einige Fragen vor, z.B. zu den Entwicklungsmöglichkeiten oder der Unternehmenskultur.
Nachbereitung: Der letzte Eindruck zählt
Bedanken Sie sich nach dem Gespräch schriftlich für die Einladung und bekräftigen Sie Ihr Interesse an der Stelle. Das hinterlässt einen positiven letzten Eindruck.
Erhalten Sie maßgeschneiderte Unterstützung für Ihren Karriereweg!
Rechtliche Aspekte im Vorstellungsgespräch
Unzulässige Fragen
Arbeitgeber dürfen im Vorstellungsgespräch nicht nach bestimmten Dingen fragen, z.B. nach Ihrer Schwangerschaft, Ihrer Religion oder Ihrer politischen Einstellung. Solche Fragen sind diskriminierend und unzulässig.
| Unzulässige Fragen | Zulässige Fragen (unter bestimmten Voraussetzungen) |
|---|---|
| Sind Sie schwanger? | Sind Sie gesundheitlich in der Lage, die Aufgaben der Stelle zu bewältigen? (nur wenn die Tätigkeit besondere Anforderungen stellt) |
| Welcher Religion gehören Sie an? | Sind Sie bereit, an Wochenenden/Feiertagen zu arbeiten? (nur bei entsprechenden betrieblichen Erfordernissen) |
| Welche Partei wählen Sie? | / |
Beispiel: Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einem Urteil vom 09.03.2017 (Az.: 8 AZR 68/15) entschieden, dass die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft unzulässig ist und eine Diskriminierung darstellt.
Sollten Ihnen unzulässige Fragen gestellt werden, können Sie die Frage höflich ablehnen oder ausweichend antworten. Sie können auch auf den unzulässigen Charakter der Frage hinweisen.

